Corona
Lekkerland

Übersicht: Wo und wie Sie finanzielle Hilfe bekommen können

20. März 2020

Es ist zu befürchten, dass die Coronakrise viele Unternehmen in große finanzielle Nöte bringen wird – auch in der Unterwegsversorgung. Die Bundesregierung hat angekündigt, alles Mögliche und Notwendige zu tun, um betroffene Unternehmen und ihre Mitarbeiter aller Branchen – in Abstimmung mit den Bundesländern – zu schützen.

Welche Angebote wo derzeit bereitstehen und wo es weitere Informationen gibt, haben wir unten zusammengestellt. Wir wollen damit auch in dieser Situation unserer Vision gerecht werden, „Your most convenient partner“ unserer Kunden zu sein – und hoffen natürlich, dass Sie diese Instrumente nicht in Anspruch nehmen müssen und Ihr Unternehmen die Krise möglichst unbeschadet übersteht.

Stand: 9.4.2020 (Nachtrag am 23. April zu neuen Steuerregelungen)

Hinweis: Die folgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Aufgrund der vielfältigen und dynamischen Entwicklungen bei diesem Thema, bitten wir betroffene Kunden, sich über rechtsverbindliche Angebote und Informationen selbst bei den angegebenen Stellen zu informieren.

Klarstellend wird darauf hingewiesen, dass Lekkerland zu den aufgeführten Punkten keine Rechtsberatung durchführt. Wir bitten also um Verständnis, dass entsprechende Anfragen nicht bearbeitet werden und ausschließlich mit den zuständigen Stellen und Beratern zu klären sind.


Allgemein: Hotline und Infos des Wirtschaftsministeriums

  • Zur Information von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine Hotline eingerichtet, die von Montag bis Freitag von 9-17 Uhr unter 030 / 186151515 zur Verfügung steht. Zudem wurde eine Hotline zu Fördermaßnahmen unter 030 / 1816158000 eingerichtet.
  • Auf der Webseite des BMWi finden sich viele weitergehende Informationen sowie Links für betroffene Unternehmen.

 

Liquidität: Kredite und Erleichterung bei Steuerschulden

  • Unternehmen, die Bürgschaften für Kredite in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich an die Bürgschaftsbanken der Länder zu wenden.
  • Unternehmen erhalten über ihre Hausbanken den Zugang zu einem sog. „KfW-Schnellkredit für den Mittelstand“, der auf der Webseite der KfW-Bank näher erläutert wird.Laut KfW besteht dann insbesondere folgende Möglichkeit:
    „Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.“
  • Finanzbehörden wird erleichtert, Stundungen von Steuerschulden zinsfrei zu gewähren. Bis Ende 2020 wird auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet, wenn Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind. Vorauszahlungen von Einkommens- und Körperschaftssteuern können unkompliziert herabgesetzt werden.
  • Nachtrag vom 23. April:
    Der Bund und die Steuerbehörden der Länder haben sich auf weitere Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen geeinigt. Details dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums.

 

Kurzarbeit: Schwellen gesenkt, Unterstützung erleichtert

  • Das Instrument „Kurzarbeit“ soll – vereinfacht formuliert – Kündigungen vermeiden. Stattdessen wird die Arbeitszeit der Beschäftigten verkürzt. Teilweise wird der damit verbundene Lohnausfall zumindest zum Teil durch die Arbeitsagenturen aufgefangen.
  • Um möglichst viele Unternehmen und Beschäftigte auf diese Art und Weise unterstützen zu können, wurden die Regelungen für Kurzarbeit rückwirkend zum 1. März
  • Unter anderem wurden die Schwellenwerte gesenkt (die vorgeben, wie viel Prozent der Beschäftigten eines Unternehmens von Arbeitsausfall betroffen sein müssen), Leiharbeiter in die Regelung einbezogen und die Sozialversicherungsbeiträge sollen voll übernommen werden. Weitergehende Informationen zum Kurzarbeitergeld finden sich hier.


Soforthilfe für Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige

  • Kleinunternehmer erhalten Einmalzahlungen bis 9.000 Euro für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten bzw. bis 15.000 Euro für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten
  • Ziel ist es, die wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu überbrücken


Weitere Unterstützungsmaßnahmen

  • Zusätzlich zu den Maßnahmen der Bundesregierung haben die Bundesländer eigene, ergänzende Unterstützungsprogramme für „ihre“ Wirtschaft auf den Weg gebracht. Weitere Informationen dazu finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Wirtschaftsministerien.
  • Darüber hinaus wurde die Insolvenzantragspflicht im Rahmen von gesetzlichen Neuregelungen bis zum 30.09.2020 suspendiert. Die in § 15a der Insolvenzordnung geregelte Antragspflicht für Unternehmen, die in eine finanzielle Schieflage geraten, wurde also vorübergehend ausgesetzt. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus (COVID-19-Pandemie) beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

Bild: iStock / skynesher