Foto: Laura Holzmann
Kiosk eröffnen: Praxis-Tipps von Kiosk-Betreiber Michael-Phillip Heinz
Kiosk-Betreiber Michael-Phillip Heinz weiß, worauf es bei einem erfolgreichen Kioskgeschäft ankommt. Er verrät, wie er in der Stuttgarter Innenstadt seine zwei Standorte aufgebaut hat, und gibt Gründer:innen Tipps.
Wer in Stuttgart über die Königstraße im Herzen der Stadt bummelt, kommt an den Kiosken von Michael-Phillip Heinz kaum vorbei: Ein Standort liegt direkt am Schlossplatz, der zweite nur wenige Gehminuten entfernt.
Beide Shops laufen ausgesprochen gut und sind das Ergebnis durchdachter Planung, konsequenter Sortimentsarbeit und einer verlässlichen Partnerschaft.
Vom Tabak-Außendienst zum eigenen Kiosk
Michael-Phillip Heinz kommt aus der Tabakbranche. Über seine einstige Tätigkeit im Außendienst eines Tabakkonzerns stieß der 32-Jährige auf einen gut eingeführten Tabakladen in der Stuttgarter Innenstadt, für den eine Nachfolge gesucht wurde.
Zunächst führte der Quereinsteiger den Laden zwei Jahre in der bestehenden Struktur weiter, bevor er sich zu einem umfassenden Umbau entschloss. Aus dem klassischen Tabakladen wurde ein moderner Kiosk mit heute breitem Convenience-Sortiment.
Zu Beginn kaufte Michael-Phillip Heinz seine Ware noch selbst bei Großhändlern ein. Mit wachsenden Bestellmengen wurde jedoch für den Kioskbesitzer schnell klar, dass dieses Modell auf Dauer nicht tragfähig sein würde. In dieser Phase stellte ihm Gebietsverkaufsleiter Saverio Patera das Sortiment und die Leistungen seines Arbeitgebers Lekkerland vor.
„Wir haben gemeinsam Preise verglichen und überlegt, welchen Mehrwert Lekkerland mir bieten kann“, erinnert sich der 32-jährige Shop-Betreiber. Am Ende hat er sich für Lekkerland entschieden.
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Optimal geplant: Lekkerland Gebietsverkaufsleiter Saverio Patera weiß, wo welche Produkte im Kiosk platziert werden müssen und berät Kiosk-Betreiber Michael-Phillip Heinz. Foto: Laura Holzmann
Warum gute Partnerschaft entscheidend ist
Besonders die Planungssicherheit, die Lekkerland ihm bietet, ist für den Kiosk-Betreiber wichtig. Neben dem großen Sortiment und den guten Konditionen ist für ihn die enge Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für den Unterwegskonsum entscheidend, welche auch Gebietsverkaufsleiter Saverio Patera als sehr angenehm empfindet: „Unsere Zusammenarbeit ist seit 2023 von ehrlicher, direkter Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen geprägt.“ Saverio Patera ist es ein besonderes Anliegen, zu jeder Zeit für seinen Kunden erreichbar zu sein. Bei seinem zweiten Standort, den Heinz Anfang dieses Jahres eröffnete, baute er von Anfang an voll auf Lekkerland. Auch sein erster Kiosk wird ab sofort komplett auf das Lekkerland Sortiment umgestellt.
![lhp-c3_lekkerland_stuttgart130526-41 [de]_17782bc46e2_2228112;4](https://www.lekkerland.de/wp-content/uploads/LHP-C3_Lekkerland_Stuttgart130526-41-de_17782BC46E2_22281124.jpg)
Gut sortiert: Wenn Kund:innen den Kiosk betreten, sehen sie auf den ersten Blick die breite, aufgeräumte Getränkeauswahl. Foto: Laura Holzmann
Was macht einen erfolgreichen Kiosk aus?
Michael-Phillip Heinz hat in den vergangenen Jahren erlebt und gelernt, was einen Kiosk langfristig erfolgreich macht. Sein wichtigstes Learning: „Ein funktionierender Shop braucht Zeit, Geduld und ein stabiles Fundament.“ Was genau das beinhaltet, fasst der Stuttgarter folgendermaßen zusammen:
1. Frequenz und Standort
Wer einen Kiosk plant, sollte genau beobachten, wie viele Menschen zu welchen Tageszeiten am Standort durchschnittlich unterwegs sind.
2. Passendes Konzept
Ein Kiosk richtet sich meist an eine sehr breite Zielgruppe. „Wir haben bei uns den Sechsjährigen, der einen Lolli haben möchte, und den 60-Jährigen, der Zigaretten kauft oder Lotto spielt“, sagt Michael-Phillip Heinz. Wichtig ist ein klares Sortimentskonzept, das zur Umgebung passt. In den beiden Kiosken des Stuttgarters bilden Tabakwaren, E-Zigaretten, Rauchalternativen und Getränke, aber auch Süßigkeiten und Eis den Kern. Hinzu kommen Lotto und – der Innenstadtlage geschuldet – Souvenirartikel. Am neuen Standort bietet er zusätzlich Kaffee an.
3. Finanzierung und Struktur
Bevor der erste Artikel im Regal steht, sollten die Finanzierung, Steuerberatung, Bankverbindung und Versicherungen geklärt sein. Dazu gehört auch die Wahl eines Lieferpartners, denn: „Im Einkauf entsteht der Gewinn“, weiß der 32-Jährige. „Ich würde empfehlen, von vornherein einen verlässlichen Partner zu suchen, mit dem man wachsen kann.“
4. Vernetzung als Erfolgsfaktor
Michael-Phillip Heinz rät angehenden Shop-Betreiber:innen zudem, sich von Anfang an zu vernetzen und mit anderen Kioskbesitzer:innen in den Austausch zu gehen: „Um zu hören, wie andere mit Herausforderungen umgehen.“
![lhp-c3_lekkerland_stuttgart130526-4 [de]_17782bc46e2_2228142;5](https://www.lekkerland.de/wp-content/uploads/LHP-C3_Lekkerland_Stuttgart130526-4-de_17782BC46E2_22281425.jpg)
Innovativ: Michael-Phillip Heinz bietet in seinem Shop auch Becher an, die mit mit Getränken wie PMLDs, Energydrinks oder Cola sowie verschiedenen alkoholischen Taschenflaschen gefüllt sind – perfekt für den Weg zur Party. Foto: Laura Holzmann
Wachstum mit System
Aktuell beschäftigt Michael-Phillip Heinz an beiden Standorten insgesamt vier Vollzeitkräfte sowie rund zehn Aushilfen. Der zweite Kiosk ist erst seit wenigen Wochen geöffnet und muss sich zunächst etablieren. Langfristig denkt Michael-Phillip Heinz aber bereits über weitere Standorte nach. Dabei ist ihm wichtig, das Wachstum mit Plan anzugehen – Struktur, Team und Partner sollen organisch wachsen.
Sein Fazit: „Wenn Standort, Konzept, Finanzierung und Partner stimmen und man die nötige Geduld mitbringt, kann ein Kiosk ein sehr lebendiges und tragfähiges Geschäftsmodell sein. Man braucht nur Lust und eine gewisse Portion Mut.“
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Übersichtlich: An der Kassenzone finden Kund:innen im Kiosk sofort das, was sie suchen – ob Tabak, Schokoriegel oder Eis. Foto: Laura Holzmann