Bild: Lekkerland
Foodwaste im Bistro reduzieren: 5 praktische Tipps für weniger Abschriften
Foodwaste im Bistro: Warum Abschriften unvermeidlich sind
Pro Jahr fallen in Deutschland laut Umweltbundesamt rund elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Dass es dazu kommt, dass Lebensmittel weggeworfen werden müssen, ist, so Sebastian Friedrich, Manager Foodservice Akademie & Training bei Lekkerland, vollkommen normal und in gastronomischen Betrieben unvermeidlich. Eine „gute“ – weil vergleichsweise geringe – Abschrift liegt zwischen acht und zwölf Prozent.
5 Tipps für weniger Foodwaste im Bistro-Geschäft
Um eine geringe Abschrift zu erreichen und Lebensmittelverschwendung zu verhindern, hat Sebastian Friedrich die fünf wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.
1. Zahlen kennen
Analysieren Sie regelmäßig Ihre Verkaufszahlen und backen Sie lieber in kleineren Wellen über den Tag verteilt, anstatt alles schon morgens zuzubereiten. So können Sie Ihren Kund:innen den ganzen Tag frische Ware anbieten und vermeiden Überproduktion.
2. Kleiner, smarter Warenkorb
Setzen Sie gezielt auf wenige, vielseitig einsetzbare Zutaten und passende Gebindegrößen. So verbrauchen Sie geöffnete Ware sicher innerhalb der Haltbarkeit und behalten trotzdem Vielfalt im Angebot – ohne Reste wegwerfen zu müssen.
3. Proaktiv verkaufen
Sprechen Sie Ihre Kundschaft aktiv an, bewerben Sie frische Ware direkt und nutzen Sie Kombiangebote wie „Kaffee & Snack“.
4. Abverkauf gezielt steuern
Planen Sie feste Zeitfenster ohne Nachproduktion, also ab wann Sie gegen Ladenschluss keine frische Ware mehr nachproduzieren wollen, und starten Sie dann einen strukturierten Abverkauf. Dezente Preisreduzierungen oder Kooperationen mit „Too Good To Go“ helfen, Restbestände sinnvoll zu nutzen.
5. Kommunikation im Team leben
Klare Schichtübergaben und eine saubere Einhaltung der „First In – First Out“-Regel sichern Qualität und Überblick. Wenn alle wissen, was wann zu tun ist, bleibt die Vitrine immer frisch bestückt, und die Abschriften sinken automatisch.