Energy-Drinks verkaufen: Der umfassende Ratgeber für Shops

Energy-Drinks gehören zu den Must-haves an Kiosk und Tankstelle. Wir erklären, was Sie als Händler brauchen, um mit einem starken Sortiment, sichtbarer Platzierung und einer gut gesteuerten Preisstrategie erfolgreich zu sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Energy-Drinks gehören zu den stärksten Umsatztreibern in Shops, besonders durch spontane, gekühlte Impulskäufe und eine hohe Marge.
  • Ein starkes Sortiment aus Kernmarken, Zero‑Varianten und trendgetriebenen Ergänzungen holt sowohl Stammkund:innen als auch neue Zielgruppen ab.
  • Sichtbare Platzierung, Zweitkühlungen und eine klare Preisstrategie steigern Rotation und Durchschnittsbon deutlich.

Energy-Drinks: Mehr als nur ein Trendprodukt

Energy-Drinks zählen seit Jahren zu den zuverlässigsten Umsatztreibern in der Unterwegsversorgung. Tankstellenshops, Bahnhofsshops, Kioske und kleinflächige Nahversorger profitieren besonders stark, weil die Kategorie stark impulsgetrieben ist – viele Kund:innen greifen spontan zur Dose, oft für den sofortigen Konsum.

Das Segment wächst kontinuierlich weiter und zeigt deutlich höhere Umsätze pro Quadratmeter als viele andere Softdrink-Kategorien. Gleichzeitig ist die Kategorie margenträchtig, was sie langfristig für Händler besonders attraktiv macht. Spürbar verändert hat sich in den letzten Jahren vor allem die Vielfalt: Neben klassischen Varianten dominieren heute Zero-Produkte, funktionale Sorten, saisonale Limited Editions sowie Influencer‑ und Creator-Produkte das Bild. Zero-Varianten und Energy-Drinks ohne Zucker begeistern zunehmend Verbraucher:innen.

Die sehr hohe Dynamik im Markt trägt entscheidend dazu bei, dass Energy-Drinks für Sie als Shopbetreiber:in eine langfristig attraktive Warengruppe sind – und in den nächsten Jahren bleiben werden.

„Light- und Zero-Varianten sollten in keinem Sortiment fehlen!“
Damir Kosovic, Einkäufer alkoholfreie Getränke bei Lekkerland SE

Wer Energy-Drinks kauft – die wichtigsten Zielgruppen

Die Kernzielgruppe ist jung, urban und markenaffin. Besonders häufig greifen 16–29-Jährige zu, darunter Studierende, Berufseinsteiger, Schichtarbeiter sowie Gamer und E‑Sport-Fans. Energy-Drinks spielen eine Rolle in leistungsintensiven Situationen wie Prüfungsphasen oder Nachtschichten – aber auch bei langen Autofahrten als Alternative zu Kaffee.

Zunehmend entdecken auch ältere Zielgruppen das Segment, vor allem die zuckerfreien Varianten. Zu allen Zielgruppen lässt sich festhalten: Der Kauf erfolgt meist spontan. Deshalb zählt eine gut sichtbare, gekühlte Präsentation zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Welche Energy-Drinks sind besonders beliebt und sollten in keinem Shop fehlen?

Red Bull ist nach wie vor die absolute Nummer eins. Aber wir sehen, dass Monster in diesem Jahr stark an Marktanteilen hinzugewonnen hat. Auch die Lekkerland Eigenmarke Take Off erfährt derzeit ein Wachstum. Ebenso relevant für den Verkauf bleiben die Marken Rockstar sowie Effect.

Sortiment: Wie Sie die richtigen Produkte auswählen

Ein überzeugendes Energy-Sortiment braucht einen starken Kern, eine kluge Ergänzung und eine klare Preisarchitektur. So schaffen Sie die Basis, um sowohl Markenloyalität als auch Impulskäufe abzudecken.

1. Kernsortiment (unverzichtbar)

  • etablierte Marken
  • Original- und Zero-Varianten
  • 250‑ml‑Dosen
  • stark nachgefragte Geschmacksrichtungen
In diesem Magazin-Artikel haben wir Ihnen die beliebtesten Energy-Drinks zusammengefasst. Falls Sie wissen möchten, welche Red Bull-Sorten an Kiosk und Tankstelle gefragt sind, können Sie ides in diesem Online-Magazin-Artikel nachlesen.

2. Ergänzungssortiment (wichtig aufgrund hoher Markenloyalität)

Viele Kund:innen haben eine klare Lieblingsmarke. Deshalb lohnt es sich, zusätzliche Varianten bereitzuhalten – unter anderem funktionale Sorten, Influencer-Produkte, unterschiedliche Dosengrößen und saisonale Editionen.

3. Eigenmarken (für eine klare Preisbreite im Regal)

Eigenmarken wie Take Off bieten Ihnen die Möglichkeit, das Sortiment breiter und preislich attraktiv aufzustellen – mit gleichzeitig starker Marge.

Erfolgsfaktoren am Point of Sale

Energy-Drinks sollten prominent im direkten Blickfeld der Kundschaft platziert werden. Ganz wichtig ist auch, dass sie immer gut gekühlt im Angebot sind. Daneben lassen sich noch größere Gebinde auf der ungekühlten Verkaufsfläche platzieren, zum Beispiel für einen tollen Longdrink für zu Hause, hier der Klassiker „Wodka/Energy“.

Auch Cross-Selling wirkt: Energy-Drinks passen hervorragend zu Snacks wie Chips oder Proteinriegeln, aber auch zu Coffee-to-go oder Tabakwaren. Eine geschickte Kombination erhöht den Durchschnittsbon.

Verbraucher:innen sind nach wie vor sehr an Geschmacksrichtungen abseits der Klassiker interessiert. Vor allem exotische Sorten wie Drachenfrucht oder Maracuja, aber auch saure Geschmacksrichtungen wie Zitrone, Limette und Grapefruit werden zunehmend beliebter. So sind derzeit bereits etablierte Fruchtsorten wie Kokos-Blaubeere stark nachgefragt. Immerhin 37 Prozent der Verbraucher:innen wünschen sich außerdem vermehrt pflanzliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Koffein aus Kaffeebohnen – ein Kontrast zu den bunten, aromaintensiven Energy-Drinks.

Zudem ist der Trend zu einem bewussteren Lifestyle auch bei Energy-Drinks zu spüren. Zwar werden zuckerhaltige Sorten weiterhin am meisten gekauft. Gleichwohl ist die Nachfrage nach Light- und Zero-Varianten hoch – also zucker- und kalorienreduzierte, aber dennoch genussvolle Optionen. Nahe zu alle Marken bieten inzwischen Varianten mit weniger oder gar keinem Zucker an. Light- und Zero-Varianten sollten deshalb in keinem Sortiment fehlen!

„Endverbraucher:innen sind nach wie vor sehr an Geschmacksrichtungen abseits der Klassiker interessiert“
Frankziska Franke, Senior Managerin Category Management im Bereich Getränke bei Lekkerland

Energy-Drinks verkaufen: Checkliste für Händler


So verkaufen Sie Energy-Drinks erfolgreich:
  • Kernsortiment aus etablierten Marken bereitstellen
  • Zero-Varianten fest integrieren
  • Limited Editions und Influencer-Produkte regelmäßig prüfen
  • Produkte auf Augenhöhe und gut gekühlt platzieren
  • Zweitplatzierungen an Kasse oder Snacks nutzen
  • Bundle-Angebote einsetzen
  • Promotions gezielt für Neuheiten
  • Jugendschutz-Richtlinie definieren

Bild: BrunoWeltmann /
www.adobestock.com

Fazit

Energy-Drinks gehören zu den stärksten Umsatztreibern im Convenience-Handel. Durch ein klar strukturiertes Sortiment, eine wirkungsvolle Platzierung und eine gut gesteuerte Preisstrategie können Sie die hohe Impulskraft der Kategorie für Ihren Shop nutzen. Lekkerland unterstützt Sie dabei mit Verkaufsdaten, Expertenwissen und einem Sortiment, das perfekt auf die Bedürfnisse der Unterwegsversorgung abgestimmt ist.