Bild: Lekkerland.
Food-Trends 2026: Snackformate bleiben Top
Snack-Formate, herzhafte Snacks und nachhaltiger Konsum prägen den Unterwegskonsum. Lekkerland-Experte Steffen Müller erklärt, welche Entwicklungen 2026 wichtig werden – und wie Shopbetreiber ihr Sortiment darauf ausrichten können.
Das Wichtigste in Kürze
- Snackformate bleiben gefragt: Handliche Produkte für unterwegs sind weiterhin die Top-Kategorie im Unterwegskonsum.
- Neue Trends für 2026: Kakao-Ersatzprodukte und Influencer-Marken gewinnen an Bedeutung und sollten ins Sortiment aufgenommen werden.
- Hohe Nachfrage: Proteinriegel und naturbelassene Nüsse werden insbesondere von jüngeren Konsument:innen stark nachgefragt.
Was waren die Food-Trends 2025 im Unterwegskonsum?
Drei Entwicklungen waren aus meiner Sicht besonders spannend. Erstens: Snack-Formate waren über verschiedene Produktkategorien hinweg stark gefragt. Snackformate sind handliche Produkte wie Riegel, Mini-Gebäck oder Chips, die für den schnellen Verzehr unterwegs konzipiert sind. Ob Leibnitz Minis Choco, Kaktus 4 friends oder Pringles Original kleine Dosen für unterwegs – Konsument:innen fragen Artikel nach, die sie bequem unterwegs snacken können, und die Hersteller bauen entsprechende Angebote immer weiter aus. Zweitens verändert auch an der Kasse die Nachfrage der Verbraucher:innen das Angebot: Dort sind zunehmend herzhafte Snacks gefragt. Neben Klassikern wie BiFi finden sich dort jetzt auch Produkte wie Aoste-Sticks oder Beef Jerky. Und drittens hat sich der Mega-Trend des nachhaltigen und gesundheitsbewussten Konsums auch in diesem Jahr fortgesetzt. Das zeigt sich beispielsweise in der wachsenden Nachfrage nach Proteinriegeln von Marken wie ESN oder Koro oder nach naturbelassenen Nüssen von Seeberger oder Meray.
Für Betreiber von Kiosken, Tankstellenshops und Convenience-Stores sind diese Trends besonders relevant, da sie direkt die Kaufentscheidungen am Point of Sale beeinflussen.
Welche Food-Trends haben 2025 überrascht?
Das waren ganz unterschiedliche Themen. Dazu gehört der Boom bei abgepacktem Gebäck, etwa Boom Belgische Waffeln oder 7Days-Croissants. Auch der Hype um die „Blauen Drachenzungen“ von Hitschies war eine spannende Entwicklung, und das kategorieübergreifend. Überrascht haben mich außerdem die starke Nachfrage nach den Erdnussprodukten der US-Marke Reese’s und der regelrechte Run auf Instant-Nudeln wie Samyang Buldak oder Yum Yum. Das zeigt: Konsument:innen suchen nach neuen Geschmackserlebnissen – und finden sie in ganz unterschiedlichen Marken und Produkten.
Welche Food-Trends werden 2026 wichtig?
Zwei Themen könnten aus meiner Sicht im kommenden Jahr Fahrt aufnehmen: Zum einen wird Kakao-Ersatz wie Choviva bei Schokoladen-Artikeln an Bedeutung gewinnen. Denn die anhaltenden Preissteigerungen bei Kakao machen Schokolade immer teurer, und darunter leidet teilweise die Nachfrage. Zum anderen erwarte ich, dass die Bedeutung von Influencer:innen noch weiter steigen wird. Mit eigenen Marken oder als Partner:innen von Markenherstellern haben sie schon heute großen Einfluss auf Trends und Veränderungen im Regal.
Praxis-Tipps für Shop-Betreiber
✔ Setzen Sie auf kleine Snackformate für die Mitnahme – ideal für Pendler.
✔ Platzieren Sie herzhafte Snacks wie Beef Jerky gut sichtbar an der Kasse.
✔ Berücksichtigen Sie nachhaltige Produkte wie Proteinriegel im Sortiment.